Anreise und Caledonian Canal

Start am Montag, 22.06. Abends noch durch die Holtenauer Schleuse, knapp nach 20:00 Fallen Anker im Flemhuder See. Sehr ruhig, vielNatur.

Am Dienstag weiter bis zum Giselau-Kanal. Hier schon mal den weiteren Weg in die Eider zu Fuß erkundet. Ebenfalls sehr ruhige, schöne Gegend.

Mittwoch dann den Rest des Kanals bis Brunsbüttel. Diesel gebunkert. „Crewwechsel“.

Donnerstag 25.6.2015 mit neuer Crew (Lutz, Christoph,Torsten und Jörg) zunächst mit ablaufendem Wasser bis Cuxhaven. Freundliche Hafenmeisterin. Hat uns kostenlos das nächste Hochwasser abwarten lassen. Das Einkaufen der frischen Lebensmittel wurde sehr ergiebig genutzt (reicht meiner Meinung nach für 4 Wochen). Um 21:15 Ablegen und Motorfahrt elbabwärts wegen Flaute – aber immerhin Sonnenschein.

Freitag zunächst weiter bis 16:00 Motor, dann endlich Segeln; erst bis 21:00 unter Spinnaker, dann Yankee.

Am Samstag kurze Flaute (wieder Motor) und Starkwind (2.Reff, Cutter), bei Gegenwind mühsam aufgekreuzt und Bohrinselbewacher nervös gemacht. Abends dann wieder günstige Winddrehung auf SW.

Sonntag wieder erst mal Flaute mit Motor „ausgesegelt“, am Nachmittag Süd 5-6 zwei  Reffs in Großsegel und Yankee. 16:00 Land in Sicht (Peterhead). Abends eindrucksvolle Böenwalze allerdings ohne Wind- stattdessen ab Kinnairds Head Motor und alleSegel geborgen.

Montag, 29.6. ab 4:00 wieder unter Segeln. Leider SW gegenan. Gesamte Südküste des Moray Firth und des Inverness Firth aufgekreuzt.Starker Gegenstrom im Inverness Firth besonders bei Fort George (untermalt von Schießübungen der British Army). Letztendlich gegen 16:45 vor der Seeschleuse des Caledonian Canals Segel geborgen und mit dem letzten Rest Tide eben noch in die Schleuse gekommen. Sehr freundlicher Schleusenwärter mit ausführlichen Erklärungen.

18:54 fest Seaport Marina im Caledonian Canal. Seit Kiel 640 sm durchs Wasser.

Dienstag Sightseeing, Rein Schiff. Morgen Crewwechsel.

                                                                                                                               
2.7. Inverness – Loch Ness (Fort Augustus) Leider Gegenwind aber gutes Wetter bis abends, dann doch Regenschauer

3.7. Über eine Schleusentreppe mit 5 Schleusen aufwärts. In Loch Oich 32 m über dem Meeresspiegel höchsten Punkt des Kanals erreicht. Danach geht’s wieder bergab. Stop im Loch Ceann am Eingang zum Loch Lochy. Nachmittagsspaziergang auf einen Hügel mit schönem Blick über Great Glenn (indem der Kanal verläuft) und auf den Ben Nevis mit großen Schneefeldern auf seiner Nordseite.

4.7. Nach Durchfahren des Loch Lochy geht’s weiter bergab. Neptun´s staircaise mit acht hintereinander gelegenen Schleusen zieht viele Touristen an. Abends im Corpach Basin in Sichtweite des Loch Linnhe, was wieder Salzwasser und Schottische Westküste bedeutet.

5.7. Ein letztes von 29 Schleusenmanövern und dann sind wir wieder „auf See“. Leider immer noch schwacher Gegenwind so daß uns bis auf einen kurzen Segelversuch der Motor bis Loch Aline  am Eingang des Sound of Mull bringt.

6.7. Heute endlich Segelwind von Süden. Wir kreuzen gemütlich vor dem Wind den Sound of Mull hinab (nach Norden) und kommen zur Teatime nach Tobermory. Hier endlich Fish and Chips! Abends leider Dauerregen.

7.7. Nun wieder nach Süden, den Sound of Mull hinabgesegelt. Ankern vor Duart Castle mit Schloßbesichtigung. Am Beispiel Ladies Rock Methoden der Ehescheidung auf schottische Art erfahren. 

(In 1527, Lachlan Maclean of Duart decided to murder his wife, Lady Catherine Campbell, a sister of Archibald Campbell, 4th Earl of Argyll. He rowed out to the rock one night at low tide and left his wife stranded on the rock to die. Looking out the next day from Duart Castle he observed the rock was devoid of life, so he sent a message of condolence to the earl at Inveraray Castle, indicating that he intended to bring his wife's body there for burial. Maclean duly arrived at Inveraray with an entourage of men and the coffin. He was immediately taken to the dining hall of the castle for refreshment only to discover Lady Catherine waiting for him at the head of the table. She had been rescued during the night by boat from Tayvallich (or possibly Lismore) that had passed by the rock.

No word was said of the incident by Argyll or his sister during the meal and Maclean was allowed to make his escape. He was murdered in his bed in Edinburgh some time later by Sir John Campbell of Calder, Lady Catherine's brother.) 

Weiterfahrt nach Oban und Geburtstagsessen mit Sirloin Steak vom schottischen Hochlandrind.

8.7. bis auf weiteres in Oban an der Boje. Bei Starkwind einige spektakuläre Anlegemanöver miterlebt.